Zur aktuellen Lage in der Verbandsarbeit – Erklärung unseres Vorsitzenden Jens-Uwe Böhme

Liebe Verbandsmitglieder,

in Zeiten, in denen der Kampf zahlloser Menschen um dieses Leben im Vordergrund des Alltags steht, gibt es nichts Wichtigeres, als gesund und vom Thema Corona körperlich nicht betroffen zu sein.

Ich wünsche euch und euren Familien nichts Innigeres als dies. Von meiner Seite kann ich das zum Glück behaupten.

Nicht umsonst habe ich das Augenmerk auf „körperlich“ gelegt, denn in vielfältigen Bereichen sind wir nun einmal alle davon betroffen. Beruflich eint uns ein zaghaft wieder stattfindender Unterricht und vieles mehr in diesem Zusammenhang.  

Ich glaube, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, um allen zu verdeutlichen, dass es uns als Verband, als Vorstand noch gibt und dass wir beständig und unaufgeregt weiter am Arbeiten sind. Es gibt Wichtigeres- aber wer sich nicht regt, gilt als …

So war ich in den vergangenen Tagen in diesem Zwiespalt und habe mich bisher für das stille Arbeiten mit unseren Vorstandsmitgliedern und unseren Partnern entschieden.

Es verbot sich mir in Zeiten des betroffen stimmenden Ringens um das Leben eine Hinwendung zu Dingen, die erst einmal nicht lebenswichtig waren. Das Denken an unsere Aufgaben, unser ehrenamtliches Wirken haben deswegen nicht aufgehört. Ob es das Arbeiten an der Vorbereitung unseres Sportlehrertages Oktober 2020 oder Kontakte mit dem Ministerium waren, mit dem Bundesverband, dem LSB oder mit Helge Streubel im Bereich der Fortbildung, hinter den Kulissen bewegt sich noch immer etwas. Es wird eine Zeit nach Corona geben, es gibt aktuell eine Zeit mit Corona.

Der gesunde Menschenverstand, der gesunde Mensch drängt nach körperlicher Betätigung auch ohne ein permanentes Einfordern von Bewegung. Jetzt mit massiven Forderungen in Bezug auf den Sportunterricht zu nerven, halte ich für ein verfehltes Denken. Zumal wir in Sachsen-Anhalt kein Verbot haben, den Sportunterricht durchführen zu dürfen.

Aber wie immer in solchen Fällen: Alles, besser viele, warten wieder auf ein Zeichen „von oben“. Helge und ich haben über die Referatsleiterin diesen Kontakt ins Bildungsministerium und haben uns im Rahmen eines „Bausteins“ des Ministeriums für die Beratungen im Bereich der KMK auf eine gemeinsame Position verständigt. Diese ist eindeutig auf eine Fort- und Durchführung des Sportunterrichts unter Berücksichtigung der aktuellen Gegebenheiten ausgerichtet. Aktionismus aus den Reihen einiger Kollegen ist deshalb fehl am Platz.

Eine tolle Erfahrung der letzten Wochen ist das digitale Engagement vieler Kollegen, die Apps oder Videos mit konkreten sportlichen Übungen, Ratschlägen oder ganzen Trainingsprogrammen auf die Homepage ihrer Schulen geladen haben. Ein Blick auf diese lohnt sich landesweit und verdeutlicht, dass sich der Sport nicht über Bundesligen oder internationale Wettbewerbe definiert, sondern im täglichen Leben platziert ist.

Herzlichen Dank für dieses vielgestaltige Engagement.

Ich wünsche uns allen, dass wir den Spagat zwischen Vernunft, Geduld und schulsportlichem Engagement bei bester Gesundheit meistern. Wir stehen wie immer für Anfragen und Hinweise gern zur Verfügung und freuen uns auf die Tage, an denen wir wieder gemeinsam und unbeschwert schulsportlich aktiv sein können: im Unterricht, in den Wettkämpfen von Jugend trainiert für Olympia/ Paralympics, in den AG’s, in der Vereinsarbeit.

Sportliche Grüße

Jens-Uwe Böhme

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