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Tagung des DSLV- Hauptvorstands in Hamburg Teil II – Neustrukturierung der Kommunikation und Beteiligung an Entscheidungen notwendig

Belastet, geprägt wurde die Beratung der Landes- und Fachsportlehrerverbände durch die Entscheidung des Präsidenten, die langjährige Kooperation mit der Firma Kübler-Sport ohne Einbeziehung der Mitgliedsverbände und ohne jede Vorankündigung zum Jahresende 2019 zu beenden. Eine satzungsrechtlich zwar vertretbare Handlungsweise (siehe „DSLV- Hauptversammlung Teil III- Wenn Unstimmigkeiten auftreten“), aber durch den praktizierten Ablauf und die nicht eingeräumte Möglichkeit der Nachbesserung des bestehenden Vertrages sehr umstrittene Entscheidung.

Diese war Anlass für unseren Vorsitzenden, im Vorfeld der Beratung Aussagen zum konkreten Vorgang und zum generellen Miteinander zu treffen und dem Präsidium während der Beratung daraus resultierende Fragen zur Thematik Kübler zu stellen.

Um im Bundesverband (BV) Mitglied oder Sponsor werden zu können, bedurfte es seit jeher eines Vorstellens des Antragstellers in einer Hauptvorstands- oder Bundesversammlung, eines Abwägens des Antrags in Bezug auf Interessenskonflikte mit einem anderen Mitglied oder Sponsor und letztlich eines gemeinschaftlichen Beschlusses.

Warum wurden wir nicht einbezogen und erst hinterher informiert? Warum musste solch eine gravierende Entscheidung übers Knie gebrochen werden? Hatte das Präsidium überhaupt das Satzungsrecht dafür? Warum wurden nicht alle Präsidiumsmitglieder eingebunden?

Zwei Stunden dauerte die intensive Bearbeitung des Tagungsordnungspunktes.

Die Chance, auf die Mails unseres Vorsitzenden und anderer Landesverbände sowie die konkret formulierten Fragen in der Versammlung klar Position zu beziehen, wurde durch Michael Fahlenbock leider nicht genutzt. Die Aussage, dass man hätte anders reagieren können, kann nicht als solche gewertet werden und wurde der Tragweite der Aktion auch nicht gerecht. Wurde hier vom Präsidenten unterschätzt, welche Zerreißprobe dies für den Bundesverband bedeutete? Wurde hier sogar dessen Bestand aufs Spiel gesetzt? Die Wortmeldungen einiger Verbandsvertreter gaben eine klarere Antwort und verdeutlichten den Unmut und das Unverständnis. Im Sinne der Ziele des Verbandes wurde eine stark verbesserte Einbeziehung der Mitgliedsverbände gefordert. Weitreichender und mit deutlicher Signalwirkung ist die Entscheidung des Landesverbandes Sachsen, der seine Mitgliedschaft im DSLV ruhen lässt. Eine vertretbare Entscheidung, die aber ein aktives Mitwirken an der Lösung der Probleme im Verband in Bezug auf Mehrwert der Mitgliedschaft in diesem behindert oder gar ausschließt.